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PATIENT GESUNDHEITSWESEN
Mission 2030
Gesundheit - Pflege - Leistungspartner
Version vom 23. Juli 2015

2.10 Sterbehilfe vs. Sterbebegleitung
Sterben in Würde?
Notker Wolf
FAKTEN • Über zwei Drittel der Deutschen bejahen eine aktive, von einem Arzt begleitete Sterbehilfe.
• 611 Menschen ließen sich zwischen 2008 und 2012 in der Schweiz bei der Selbsttötung assistieren, 268 kamen aus Deutschland.
• 3.695 Menschen in den Niederlanden beanspruchten 2011 eine direkte oder indirekte Sterbehilfe.
• Die Tendenz vieler Staaten, wenigstens einen ärztlich assistierten Suizid zu erlauben, nimmt zu.
THESE Art. 1 unseres Grundgesetzes lautet: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." In Würde sterben bedeutet, das Leben anzunehmen einschließlich des Todes, selbst wenn jemand am Ende nicht mehr im Vollbesitz seiner physischen oder geistigen Kräfte sein sollte. Es bedeutet aber auch, das Leben nicht gewaltsam mit medizinischen und technischen Mitteln zu verlängern. In Würde sterben dürfen heißt, anderen ihre unantastbare Würde bis zum Ende zu belassen, wie es durch Hospize und Palliativmedizin möglich ist. Auch Nicht-Christen können auf diese Weise einen würdigen Tod finden. Nicht nur assistierte Selbsttötung ist ein Zeichen der Selbstbestimmung, sondern auch dieser Weg bedeutet Selbstbestimmung bis zum letzten Augenblick.

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