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PATIENT GESUNDHEITSWESEN
Mission 2030
Gesundheit - Pflege - Leistungspartner
Version vom 23. Juli 2015

1.15 Territorialitäts- vs. Ursprungslandprinzip
Wird die Gesundheit europäisch?
Anja Engelmann
FAKTEN • Um 48 % sind die Ausgaben der GKV für Auslandsleistungen in den letzten zehn Jahren aufgrund des Medizintourismus in Europa gestiegen.
• Es werden immer mehr Richtlinien für den Gesundheitsschutz veröffentlicht.
THESE Angesichts des europäischen Binnenmarktes mit den vier Grundfreiheiten (Warenverkehr, Kapitalverkehr, Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit) ist es erforderlich, Regeln zu definieren, die insbesondere auch den Bereich der Sozialpolitik betreffen. Hierzu stehen zwei unterschiedliche Vorgehensweisen zur Verfügung:
1. Bei Anwendung des Ursprungslandprinzips wird alles das, was in anderen europäischen Ländern gilt, auch für das eigene Land akzeptiert.
2. Beim Territorialitätsprinzip bestimmt das jeweilige Land selbst, welche Regelungen für die Bürger ihres Landes gelten.

Unter Wettbewerb ist das Ursprungslandprinzip vorzuziehen, weil es dabei zu einem Systemwettbewerb im Gesundheitsmarkt kommt. Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man das Ergebnis eines Systemwettbewerbs abwarten oder ob nicht eine EU-Vorabharmonisierung mit einheitlichen Regeln im Gesundheitswesen erfolgen sollte.

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