Wir verwenden Cookies, um für diese Website Funktionen wie z.B. Login, einen Warenkorb oder die Sprachwahl zu ermöglichen. Weiterhin nutzen wir für anonymisierte, statistische Auswertungen der Nutzung Google Analytics, welches Cookies setzt. Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK, ich bin einverstanden Ich möchte keine Google Analytics-Cookies
PATIENT GESUNDHEITSWESEN
Mission 2030
Geleitwort Vorwort Herausgeber Vorwort Verlag Gedenken

Zum Gedenken und Dank an Prof. Oberender

Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender ist am 25. Februar 2015 nach kurzer aber schwerer Krankheit verstorben. Sein Tod hat viele in der akademischen sowie gesundheitspolitischen Welt erschüttert, aber insbesondere alle sehr betroffen gemacht, die Peter Oberender als einen inspirierenden Wissenschaftler und Hochschullehrer kennenlernen durften. Peter Oberender war nicht nur einer der renommiertesten Gesundheitsökonomen Deutschlands mit unzähligen wissenschaftlichen Beiträgen, Gutachten und Stellungnahmen, sondern auch ein profilierter Vertreter eines klar liberalen Ordnungsverständnisses, das ihn auch für die Politik häufig zu einem unbequemen Mahner gemacht hat.

Wir, seine Mitherausgeber, alle Autoren des Buches und der Verlag haben mit Peter Oberender nicht nur einen Impulsgeber für das vorliegende Werk verloren, sondern auch einen engagierten und streitbaren Gesundheitsökonomen und besonders einen Freund, der sowohl seine wissenschaftliche als auch akademische Arbeit immer im Lichte des einzelnen Menschen gesehen hat und daher den Schutz des Einzelnen vor Überforderung immer als Leitprinzip seiner akademischen Arbeit betont hat. Diese Überzeugung Peter Oberenders ging einher mit einem deutlich ordnungspolitischen Leitbild, das dem Prinzip dezentraler Steuerung über Märkte und der Selbstverantwortung des Einzelnen immer einen Vorrang eingeräumt hat. Gesundheitsökonomische und gesundheitspolitische Gestaltung bedeutete für ihn immer die Verantwortungsebene der einzelnen Akteure im Gesundheitswesen in den Blick zu nehmen. Dabei verknüpfte er mit dem zwingenden Zusammenspiel von "Handeln und (finanzieller) Verantwortung" einen elementaren Grundsatz eines ordnungspolitischen, ordnungsethischen Denkens.

Prof. Oberender hat immer dafür geworben, klar Position zu beziehen und einen akademischen Streit immer geachtet und befördert, solange unterschiedliche Meinungen eine gute Begründung finden konnten. Diese wissenschaftliche Weite und damit ein offener konstruktiver Umgang mit unterschiedlichen Positionen in einem Wettstreit guter Ideen waren für ihn wichtig und waren und sind auch handlungsleitend für das vorliegende Projekt "Mission 2030". Es ist für uns sehr traurig, dass wir die Fertigstellung des Buches, das zu großen Teilen sein Projekt war, nun ohne ihn vornehmen müssen. Gleichwohl sind wir uns sehr bewusst, dass sich die Inspiration Peter Oberenders nicht nur in seinen Beiträgen in diesem Band, sondern auch im gesamten Buch deutlich widerspiegelt und auch in der Zukunft widerspiegeln wird.

An dieser Stelle bleibt somit nur, uns vor einem großartigen Menschen zu verneigen, im Bewusstsein seiner Lebensleistung aber vor allem im Bewusstsein, dass es uns eine sehr große Ehre war, mit ihm arbeiten zu dürfen.

Für die Herausgeber
Prof. Dr. Jürgen Zerth
Dr. Gerhard Brodmann
Für den Verlag
Dr. Alexander Ammann